Spritzgussteile werkzeuggerecht entwickeln.
Wandstärken, Entformung, Rippen, Dome, Hinterschnitte, Trennfugen und Werkzeuglogik kompakt erklärt.
Werkzeuggebundene Fertigung
Beim Spritzguss beeinflusst die Konstruktion nicht nur das einzelne Teil, sondern auch Werkzeugkomplexität, Entformung, Zykluszeit und Ausschussrisiko. Änderungen nach Werkzeugfreigabe können deutlich aufwendiger sein als bei CNC oder 3D-Druck.
Gleichmäßige Wandstärken
Große Wandstärkensprünge können Einfallstellen, Verzug und ungleichmäßige Abkühlung fördern. Verrippungen sind häufig günstiger als massive Materialanhäufungen.
Entformungsschrägen
Flächen parallel zur Werkzeugöffnung benötigen üblicherweise Entformungsschrägen. Oberflächenstruktur und Bauteiltiefe beeinflussen den notwendigen Winkel.
Rippen und Dome
Rippen erhöhen Steifigkeit ohne massive Wandstärke. Dome für Schraubverbindungen benötigen geeignete Übergänge und sollten nicht unnötig massiv ausgeführt werden.
Hinterschnitte
Hinterschnitte können Schieber, Kernzüge oder andere Werkzeugmechanismen erforderlich machen. Sie sollten nur eingesetzt werden, wenn Funktion oder Montage dies rechtfertigen.
Anspritzung und Trennfuge
Gate-Position und Trennfuge beeinflussen Optik, Füllverhalten und Nacharbeit. Sichtflächen und funktionskritische Bereiche sollten entsprechend gekennzeichnet werden.
