Second Source für kritische Fertigungsteile aufbauen.
Versorgungsrisiken priorisieren, alternative Quellen qualifizieren und technische Reproduzierbarkeit sichern.
Warum eine zweite Quelle?
Single Source kann wirtschaftlich sein, erhöht aber bei kritischen Teilen die Abhängigkeit. Maschinenstillstand, Kapazitätsengpass, Lieferantenausfall oder geopolitische/logistische Veränderungen können Versorgung beeinträchtigen.
Welche Teile zuerst?
Eine Second-Source-Strategie sollte nicht pauschal für alle Teile umgesetzt werden. Priorität haben Teile mit hohem Umsatz-/Stillstandsrisiko, langen Lead Times, komplexen Werkzeugen oder geringer Marktverfügbarkeit.
| Risiko | Priorität | Maßnahme |
|---|---|---|
| Hoher Produktionsstillstand | Sehr hoch | Zweite Quelle qualifizieren und Testlos freigeben |
| Lange Lieferzeit | Hoch | Alternative Region / Verfahren prüfen |
| Standardteil mit vielen Anbietern | Niedrig | Marktverfügbarkeit dokumentieren |
| Sonderwerkzeug | Hoch | Werkzeugeigentum und Transfermöglichkeit klären |
Technische Reproduzierbarkeit
Eine zweite Quelle funktioniert nur, wenn Spezifikation, Revision, Prüfmerkmale und Material eindeutig sind. Lieferantenspezifisches „Know-how im Kopf“ sollte für kritische Teile möglichst durch dokumentierte Anforderungen ersetzt werden.
Freigabe
Die alternative Quelle sollte nicht erst im Notfall getestet werden. Sinnvoll sind Erstmuster, Vergleichsmessungen und eine dokumentierte Freigabe, solange ausreichend Zeit verfügbar ist.
