Ressourcen / Procurement
Fertigungspartner systematisch qualifizieren.
Ein risikobasierter Ansatz für Maschinenpark, Qualität, Kapazität, Lieferleistung und Partner-Scorecards.
Lieferantenqualifizierung ist risikobasiert
Nicht jeder Auftrag benötigt denselben Prüfaufwand. Ein unkritischer Prototyp unterscheidet sich deutlich von einem wiederkehrenden funktionskritischen Serienbauteil.
Bewertungsfelder
| Feld | Beispiele |
|---|---|
| Technische Fähigkeit | Maschinenpark, Abmessungen, Werkstoffe, Verfahren, Toleranzfähigkeit |
| Qualität | Prüfmittel, Kalibrierung, Dokumentation, Zertifizierungen, Reklamationsprozess |
| Kapazität | Freie Kapazität, Schichtmodell, Losgrößen, Engpassmaschinen |
| Commercial | Preisniveau, Zahlungsbedingungen, Werkzeugkosten, Mindestmengen |
| Lieferung | Lead Time, Verpackung, Logistik, Exportfähigkeit |
| Performance | Termintreue, Reaktionszeit, Reklamationsquote, Maßnahmenumsetzung |
Qualifizierungsschritte
- Selbstauskunft und Basisdaten erfassen.
- Technische Passung zum angefragten Verfahren prüfen.
- Qualitätsdokumente und Zertifikate bewerten.
- Test-/Erstmusterauftrag bei Bedarf durchführen.
- Liefer- und Qualitätsperformance messen.
- Freigabestatus regelmäßig überprüfen.
Scorecards
Für wiederkehrende Partner ist eine Scorecard sinnvoll, zum Beispiel Qualität 40 %, Lieferperformance 30 %, Reaktionszeit 15 % und Commercial 15 %. Gewichtungen sollten zum eigenen Geschäftsrisiko passen.
