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Ressourcen / Kostenoptimierung

Fertigungskosten senken, ohne Funktion zu verlieren.

Konstruktive, qualitative und beschaffungsseitige Hebel für wirtschaftlichere Bauteile und stabilere Lieferketten.

Teilekosten entstehen nicht nur durch Material

Bei Fertigungsteilen wirken Rüstzeit, Maschinenzeit, Werkzeugverschleiß, Aufspannungen, Prüfung, Ausschussrisiko, Nachbearbeitung, Logistik und Dokumentation auf den Preis. Gute Kostenoptimierung beginnt deshalb mit der technischen Spezifikation.

HebelWirkungPrüffrage
ToleranzenBearbeitung + PrüfungIst die enge Toleranz funktional erforderlich?
OberflächeZusatzprozessMuss jede Fläche dieselbe Rauheit besitzen?
GeometrieWerkzeug + ZeitKönnen Taschen, Radien oder Tiefen vereinfacht werden?
LosgrößeRüstkostenverteilungKönnen Mengen sinnvoll gebündelt werden?
MaterialEinkauf + BearbeitbarkeitIst ein Standardwerkstoff technisch ausreichend?
QualitätPrüfaufwandWelche Nachweise sind tatsächlich erforderlich?

10 konkrete Maßnahmen

  1. Toleranzen funktionsbezogen statt pauschal eng setzen.
  2. Standardbohrungen und Standardgewinde bevorzugen.
  3. Innenradien vergrößern und tiefe enge Taschen reduzieren.
  4. Mehrere Aufspannungen konstruktiv vermeiden.
  5. Standardhalbzeuge und gut verfügbare Werkstoffe einsetzen.
  6. Oberflächen nur auf funktionsrelevanten Flächen spezifizieren.
  7. Prüfumfang nach Risiko statt nach maximal möglicher Dokumentation definieren.
  8. Wiederholteile mit klarer Revision und stabilen Spezifikationen standardisieren.
  9. Gesamtbedarf und Abruflogik früh kommunizieren.
  10. Transport, Zoll und Reklamationsrisiko in Total Cost einbeziehen.
WichtigDer niedrigste Teilepreis ist nicht automatisch die günstigste Beschaffung. Wiederholbarkeit, Lieferperformance, Qualitätskosten und interne Abstimmung gehören in die Gesamtrechnung.