Blechbauteile effizient konstruieren.
Ein Leitfaden zu Biegeradien, Lochabständen, Kantungen, Abwicklungen, Schweißbaugruppen und technischen Fertigungsdaten.
Vom flachen Zuschnitt zum Bauteil
Blechkonstruktion verbindet 2D-Konturen mit Umformung. Entscheidend sind Materialdicke, Biegeradius, Biegefolge, Lochpositionen, Werkzeugzugang und die spätere Baugruppenmontage.
Biegeradien und neutrale Faser
Beim Biegen wird Material außen gedehnt und innen gestaucht. Die Abwicklung hängt von Werkstoff, Dicke, Radius und Verfahren ab. Für wiederkehrende Serien sollten die eingesetzten Biegeparameter und Abwicklungsregeln abgestimmt werden.
Lochabstände
Bohrungen und Ausbrüche zu nahe an einer Biegelinie können sich verformen. Abstände sollten so gewählt werden, dass Werkzeug und Materialfluss nicht kollidieren.
Kantungen und Werkzeugzugang
Sehr kurze Schenkel, geschlossene Geometrien oder kollidierende Kanten können Spezialwerkzeuge verlangen. Eine frühe Machbarkeitsprüfung verhindert Änderungen nach Angebotsphase.
Schweißbaugruppen
Schweißnähte können Verzug erzeugen. Bezugspunkte, Schweißreihenfolge, Vorrichtungen und eventuell notwendige Nacharbeit sollten funktional geplant werden.
Dateien
- 3D CAD für Geometrie und Baugruppenkontext.
- DXF für flache Konturen, wenn abgestimmt.
- PDF-Zeichnung für Toleranzen, Gewinde, Senkungen, Oberflächen und Schweißangaben.
