Spielpassung
Zwischen Bauteilen bleibt im vorgesehenen Toleranzbereich stets Spiel – typisch für bewegliche oder leicht montierbare Verbindungen.
ISO 286-1 beschreibt das ISO-Code-System für lineare Größen sowie Grundbegriffe zu Toleranzen und Passungen.
Die Kombination aus Bohrungs- und Wellentoleranz bestimmt, ob Spiel, Übergang oder Übermaß entsteht.
Zwischen Bauteilen bleibt im vorgesehenen Toleranzbereich stets Spiel – typisch für bewegliche oder leicht montierbare Verbindungen.
Je nach Istmaß kann geringes Spiel oder geringes Übermaß entstehen – geeignet für genaue Zentrierungen.
Die Teile werden mit Presssitz verbunden und benötigen häufig kontrollierte Montagekräfte oder thermische Montage.
Häufige Konstruktionsstrategie: Bohrung bleibt in einer definierten Toleranzlage, die Welle wird passend gewählt.
Umgekehrte Strategie, sinnvoll in speziellen Fertigungs- oder Beschaffungssituationen.
Für enge Passungen müssen Temperatur, Messmittel, Messort und Oberflächenzustand berücksichtigt werden.
Eine Passungsangabe ist nur dann sinnvoll, wenn Funktion, Montage, Werkstoff, Temperatur und Oberflächenbehandlung gemeinsam betrachtet werden.
| Thema | Zu prüfen |
|---|---|
| Beschichtung | Schichtauftrag kann Passmaß verändern |
| Temperatur | Unterschiedliche Wärmeausdehnung kann Spiel verändern |
| Oberfläche | Rauheit beeinflusst Press- und Gleitverhalten |
| Messung | Messmittel muss zur Toleranz passen |
| Kanten | Einführfasen erleichtern Montage |