Was wird abgedeckt?
Nicht einzeln tolerierte lineare und Winkelmaße können über eine vereinbarte Allgemeintoleranzklasse geregelt werden.
Allgemeintoleranzen vereinfachen Zeichnungen, ersetzen aber keine gezielte Tolerierung funktionskritischer Merkmale.
ISO 2768-1:1989 ist weiterhin veröffentlicht; eine neue Ausgabe ISO 2768 befindet sich 2026 in der Veröffentlichungsphase. Für konkrete Projekte muss deshalb immer die ausdrücklich vereinbarte Normausgabe gelten.
Nicht einzeln tolerierte lineare und Winkelmaße können über eine vereinbarte Allgemeintoleranzklasse geregelt werden.
Passungen, sicherheitskritische Merkmale, Lagebeziehungen und besondere Funktionsmaße sollten gezielt angegeben werden.
Individuell eingetragene Toleranzen haben Vorrang vor allgemeinen Angaben.
Eine unnötig enge Allgemeintoleranz kann Bearbeitungs- und Prüfaufwand stark erhöhen.
Die gewählte Norm und Toleranzklasse sollte eindeutig im Zeichnungskopf stehen.
Bei Normwechseln müssen Zeichnung, Bestellung und Prüfplanung denselben Stand referenzieren.
Für ein Frästeil mit mehreren unkritischen Außenmaßen kann eine Allgemeintoleranz sinnvoll sein, während Lagersitze, Dichtflächen und Achsabstände separat toleriert werden.
| Merkmal | Empfehlung |
|---|---|
| Außenkontur ohne Funktionsbezug | Allgemeintoleranz möglich |
| Lagersitz | Gezielte Maßtoleranz / Passung |
| Dichtfläche | Maß + Form/Lage + Rauheit prüfen |
| Bohrbild | Positionsbezug eindeutig definieren |
| Gewinde | Norm, Größe, Toleranzklasse und Tiefe angeben |